SV Eintracht
Windhagen 1921 e.V.

Unsere Schiedsrichter


 

Stefan Kage Walter Bleck Mark Lahme Christian Fritzen 
Schiedsrichter seit 1994
Nachwuchsreferent
Schiedsrichter seit 1984 Schiedsrichter seit 2012

Schiedsrichter seit dem 21.06.2008.

Aufstieg in die KL-A 2010/2011.

Ab 2012/2013 Einsatz in der Bezirksliga.

Bei DFB Aktion „Danke Schiri“ wurde auch Stefan Kage vom SV Windhagen (Kreis WW) geehrt.

 
Erstmals beim Tag des Ehrenamts wurden auch drei Schiedsrichter aus dem Fußballverband Rheinland ausgezeichnet. Im Rahmen der DFB-Aktion „Danke Schiri“ werden in jedem der 21 Landesverbände drei Landessieger geehrt – jeweils in den Kategorien Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter U50 und Schiedsrichter Ü50. Ausschlaggebend sind dabei Kriterien wie Engagement in der Gruppe, Unterstützung für junge Schiedsrichter, Einsatz in der Schiedsrichterwerbung oder soziales Engagement. Die Sieger aller Landesverbände werden im Rahmen einer Gala-Veranstaltung des DFB Anfang Mai nochmals besonders geehrt. Bei DFB Aktion „Danke Schiri“ wurde auch Stefan Kage vom SV Eintracht Windhagen 1921 e.V. (Kreis Westerwald-Wied) geehrt

Schiedsrichter unter 50 Jahre: Stefan Kage vom SV Eintracht Windhagen 1921 e.V. (Kreis Westerwald-Wied)


Stefan Kage engagiert sich nicht nur als Schiedsrichter in der Kreisliga A, er bringt sich auch vielfältig im Ehrenamt ein: Er ist Schiedsrichter-Ansetzer Junioren sowie Vertreter des Kreisschiedsrichterobmanns, als Schiedsrichter-Pate erstellt er Leitfaden für junge Unparteiische, hält Vorträge bei Vereinen zur Schiedsrichter-Tätigkeit und übernimmt Schulungen und Vorträge bei Lehrgängen.

Die weiteren Preisträger der Kategorie DFB Aktion „Danke Schiri“ gibt es hier:

http://www.fv-rheinland.de/html/Aktuelles/nid_9188/cs_8.html

Schiedsrichter werden ist nicht schwer, Schiedsrichter sein dagegen sehr…

Schiedsrichter haben keinen einfachen Job! Wir sehen Woche für Woche wie Schiedsrichter, sowohl im Amateur-, als auch im Profibereich im Mittelpunkt des Interesses stehen. Wir diskutieren über vermeintliche und auch manchmal tatsächliche Fehlentscheidungen und lassen uns auch schon mal gemeinsam mit den Medien über die Qualität der Schiedsrichter aus.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Warum sollte man unter diesen Voraussetzungen Schiedsrichter werden!?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Es gibt ja auch gelungene Spiele – könnte man formulieren – meist sind das, aus Sicht der Außenstehenden Spiele, bei denen der Schiedsrichter nicht in Erscheinung tritt und keinen Anlass für Diskussionen bietet. Eine solche Sichtweise ist zu einfach.

Die Aufgaben eines Schiedsrichters sind vielfältig und enden nicht mit der Spielleitung auf dem Platz. Vorweg kann man festhalten, dass auch nicht jeder Fußballinteressierte geeignet ist Schiedsrichter zu werden. Es gibt einige Voraussetzungen zu erfüllen, die über das Interesse am Fußball hinausgehen. Hier sind u.a. Durchsetzungsvermögen, Kondition, Kommunikationskompetenz, Regelkenntnis, Robustheit und eine nicht unerhebliche Menge an Zeit zu nennen. Attribute wie Durchsetzungsvermögen und Kommunikationskompetenz werden durch die Tätigkeit als Schiedsrichter geschult und weiterentwickelt. Die so stattfindende Persönlichkeitsentwicklung macht sich im Privat- und Arbeitsleben positiv bemerkbar.

In den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass die gemeldeten Schiedsrichteranwärter überwiegend zwischen 12 (!) und 16 Jahren alt sind. Dies bringt mehrere Probleme mit sich, zum einen gibt es aufgrund der Aufteilung der Juniorenspielklassen nur wenige Spiele, die für eine Spielleitung in Frage kommen, zum anderen spielen die Jugendlichen häufig auch selbst noch Fußball, was dazu führt, dass sie als Schiedsrichter eigentlich gar nicht ansetzbar sind. Letztlich ist die Verantwortung hier bei den Vereinen zu suchen, denn eins ist klar: neutrale Schiedsrichter kann es bei Jugendspielen nur dann geben, wenn die Schiedsrichteranwärter, die von den Vereinen gemeldet werden auch bereit sind Spiele zu leiten.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt (mit wenigen Ausnahmen), dass alle Appelle in diese Richtung verhallt sind. Daher ist im DFB-Masterplan 2017-2019 (FIR – Fußball im Rheinland 01/2017, S. 30) eine neue Schiedsrichter-Anwärterausbildung in einem Fünf-Stufen-Modell vorgesehen. Neue Aspekte sind das Eignungsgespräch, praktische Ausbildungsinhalte und ein Ausbau des Patensystems.

Die Verantwortlichen des jeweiligen Kreisschiedsrichterausschusses führen mit den angemeldeten Lehrgangsteilnehmern ein Eignungsgespräch. Inhalte sind o.g. Voraussetzungen zur Schiedsrichtertätigkeit und v.a. die Bereitschaft des Teilnehmers in der Zukunft Fußballspiele zu leiten. Die theoretische Ausbildung wird um einen praktischen Anteil ergänzt. Die praktischen Lehreinheiten finden in den jeweiligen Fußballkreisen statt und dienen als Vorbereitung für die ersten Spielleitungen. Der dritte Baustein einer verbesserten Schiedsrichterausbildung wird der Ausbau des bereits etablierten Patensystems sein. Der Schiedsrichter wird von speziell geschulten Paten bei den ersten drei Partien begleitet und unterstützt. Der Pate begleitet die Vor- und Nachbereitung des Spiels und wirkt während des Spiels ggf. auf Trainer/Betreuer und sonstige Außenstehende ein. Sollte auch der Pate die Eignung als Schiedsrichter bestätigen, so erhält der Anwärter im Anschluss an die ersten Spielleitungen seinen Schiedsrichterausweis.

Die Aufstiegschancen für junge, engagierte Schiedsrichter sind weiterhin gut. Regelmäßige Spielleitungen, bei Erfüllung der Voraussetzungen auch im Seniorenbereich, können innerhalb der ersten 2-3 Jahre bereits zu einer Meldung für den Perspektivkader führen. Schiedsrichter im Perspektivkader werden durch den Fußballverband gefördert und weiter ausgebildet. Je nach Eignung ist ein Aufstieg in übergeordnete Spielklassen möglich.

Wir als Schiedsrichtervereinigung freuen uns über motivierte, fußballbegeisterte Jugendliche, die sich für das Amt des Schiedsrichters entscheiden. Angesprochen sind aber auch gestandene Fußballer, die zum Ende ihrer Karriere eine neue Herausforderung suchen und dem Fußballsport treu bleiben möchten.

Interessierte können sich jederzeit bei einem Mitglied des Kreisschiedsrichterausschusses (www.fv-rheinland.de) melden. Auf dieser Internetseite sind auch weitere Informationen, wie z.B. die aktuelle Spesenliste, zu finden.

Seid fair zum 23. Mann, dem Schiedsrichter!

Viele Zuschauer und auch Spieler/Trainer schimpfen Woche für Woche über die Entscheidungen der Schiedsrichter. Was hat er denn jetzt schon wieder gepfiffen? Doch bedenken Sie, der Schiedsrichter muss immer sofort entscheiden. Im Gegensatz zum Zuschauer und Spieler/Trainer muss er sich das ganze Spiel auf jede Spielszene konzentrieren. Pfeifen Sie einmal selbst. Sie werden feststellen, dass es viel leichter ist draußen zu stehen und die eine oder andere Situation zu kritisieren. Nach kurzen Diskussionen unter den Zuschauern muss man allerdings feststellen, dass der Schiedsrichter in den meisten Fällen sogar richtig entschieden hat.

Was sich die Schiedsrichter heute alles bieten lassen müssen, das geht manchmal sogar ins kriminelle Geschehen. Ursache dafür sind fast immer einzelne Zuschauer oder Spieler/Trainer. Richtig und fair ist, eine Schiedsrichterentscheidung, unter Berücksichtigung der Lage des Schiedsrichters, zu überdenken. Viele Situationen sieht der Zuschauer oder Spieler/Trainer nicht, da er zu viel mit dem Ball und anderen Dingen beschäftigt ist. Man muss auch einmal eine Fehlentscheidung akzeptieren können. Die Schiedsrichter sind auch nur Idealisten. Also!