SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

|Seniorenfußball 17.10.2010|

Sonntag 17.10.2010 14.30 Uhr
SV Windhagen I – FC Waldbreitbach I 2:1 (1:1)

Hohe Laufbereitschaft, disziplinierte Spielweise und nahezu optimale Chancenverwertung waren die Garanten für den Heimsieg gegen den FC Waldbreitbach, mit den letztjährigen Kollegen Olli Fischer und Tobi Schmitz in der Anfangsformation.

 

Ein Indiz dafür, dass jeder erkannt zu haben scheint, was mindestens zu investieren ist, um in den nächsten Wochen den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen.

 

Dominic Hoffmann und Björn Wolf, meist Gegenspieler Ihrer Ex Kollegen, wussten erneut, wie bereits in Rengsdorf, mit toller Zweikampfbilanz zu überzeugen.

 

Die Torhüter auf beiden Seiten verlebten, wie auch Schiri Uwe Pommer, der mit der stets fairen Partie keine Mühe hatte, einen eher ruhigen Sonntag. An den Gegentoren waren beide Schlussmänner machtlos.

 

In einem Spiel, dass sich überwiegend zwischen den beiden Strafräumen abspielte, gab es wenig Torchancen, dafür viele einfache Ballverluste, schon kurz nach der Balleroberung. Die beiden Außen Sven Fischer und Christian Hoffmann spielten in der ersten Hälfte zu zurückhaltend und waren mehr auf Absicherung aus, anstatt auf Unterstützung der zentralen Offensivkräfte. Vor allem Jan Kasimir machte in der ersten Hälfte viele Wege um den Gegner schon frühzeitig im Spielaufbau zu stören. Sein größtes Manko an diesem Tag, wie auch schon in Rengsdorf, die Angst vor Abschlüssen aus großer Distanz. Das sich Versuche lohnen, bewies Volker Prangenberg, der sich wie so oft athletisch am Ball behauptete und die Gelegenheit nutzte, aus knapp 18 m in zentraler Position abzuziehen. Sein Schuss landete, noch berührt vom gegnerischen Schlussmann, im rechten Torwinkel.

 

Über die Führung konnte man sich aber nur kurz freuen. Erneut, wie bereits in Vorwochen, bot sich durch einen groben Abspielfehler in der eigenen Hälfte, für den Gegner in Überzahl die Chance zum Ausgleich, was dann auch im zweiten Nachsetzen gelang. Windhagen zeigte sich wenig beeindruckt und war weiter, wenn auch zu hecktisch und selten mit klarem Spielaufbau, um eine Ergebnisverbesserung bemüht, allerdings ohne zählbaren Erfolg.

 

Nach dem Pausentee spielte der SVW engagierter nach Vorne, ohne die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Insbesondere Fischer und Hoffmann konnten sich, wenn auch ohne Zählbares, ein ums andere Mal auf der Außenbahn durchsetzen und schienen deutlich besser im Spiel. Basti Bösing bot sich nunmehr häufiger Gelegenheit, wovon er auch zunehmend Gebrauch machte, durch Ballsicherung und Dribblings für Entlastung und ein kontrolliertes Angriffsspiel zu sorgen. Ab 20 m vor dem Tor ging aber allen leider die Zuspielgenauigkeit verloren, sodass auch aussichtsreiche Aktionen ohne Gefahr für das gegnerische Tor verpufften. Waldbreitbach selbst gelang es nicht gegen die engagiert und zweikampfstark operierenden Abwehr- und Mittelfeldspieler des SV Windhagen torgefährliche Situationen herauszuspielen, was für beide Halbzeiten gilt.

 

In der 80. Minute dann die verdiente Führung für Windhagen. Der eingewechselte Alex Rüddel konnte sich nach Zuspiel am Ball behaupten und mit herrlichem Zuspiel in den gegnerischen Strafraum Jan Kasimir anspielen. Sein Versuch, alleine auf das gegnerische Tor zuzulaufen, konnte allerdings durch den Waldbreitbacher Mittelfeldspieler nur durch ein Foul verhindert werden. Folge: Elfmeter und gelb-rot für den Gästespieler, der bereits in der ersten Hälfte nach mehrfachen Fouls gelb gesehen hatte. "Torjäger", man beachte das Torverhältnis, Basti Bösing zeigte keinerlei Nerven, oder er wusste es zumindest gut zu verbergen, und verwandelte platziert zur zwischenzeitlich Führung und letztlich auch zum Endstand und zweiten Heimsieg.

 

Wie schon in der Vorwoche deutlich zu sehen, dass die Niederlagenserie und Verletzungsmisere zu Anfang der Saison moralisch und in der Grundeinstellung weder zu einem bleibenden Schaden geführt noch einen hinterlassen haben.  Das macht berechtigte Hoffnung auf das nächste Spiel in Asbach und die dann folgenden drei Heimspiele gegen Vatanspor, Leutesdorf und Güllesheim.  Nachdem die Langzeitverletzten Alex Rüddel und Sven Ewens wieder zum Kader gestoßen sind, bleibt zu hoffen das Gleiches auch bald über Alberto Ruckdäschel, Dennis Konrads, Julian Pfeiffer und Manuel Bösing berichtet werden kann. Alberto und Julian war zu lesen, haben ja bereits erste erfolgreiche "Gehversuche" in der II. gemacht.

 

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