SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

Seniorenfußball 24.10.2010| 

Freude nach Pflichtsieg

Sonntag 24.10.2010 14:30 Uhr
TuS Asbach II - SV Windhagen I 0:5 (0:1)

 

Um nach den Heimsiegen gegen Heimbach und Waldbreitbach den Abstand zu den letzten Tabellenplätzen zu vergrößern sollte ein Sieg gegen die nach wie punktlose Reserve von Asbach eingefahren werden. Wenngleich auch drei Akteure nach langer Verletzungspaus erstmals von Beginn an ran mussten. Nicht verwunderlich, dass vermehrt Zuordnungs-, Abstimmungsprobleme und Durchsetzungsvermögen in Zweikämpfen fehlte. Was sich aber mit zunehmender Spieldauer merklich besserte.
In dem über die gesamte Spielzeit sehr fair verlaufenen Nachbarschaftsduell hatte die TUS II, verstärkt mit zwei Akteuren der I. Mannschaft, in der Anfangsphase Vorteile. Gerade im zentralen Mittelfeld.  Vor allem immer dann, wenn die gesamte Gastmannschaft weit aufgerückt, leichtfertig den Ball verlor und so viel Raum zum Kontern anbot. Die ein oder andere aussichtsreiche Gelegenheit blieb aber, zumindest aus Windhagener Sicht, ungenutzt. Gerade im zentralen Mittelfeld konnte Varel auf Asbacher Seite immer wieder leicht und ohne große Gegenwehr meist mehrere Gegenspieler ausspielen. Gefahr fürs Windhagener Tor entstand jedoch durch diese Aktionen nicht, weil auf das Defensivzentrum mit Carsten Schellberg, Björn Wolf und Dominic Hoffmann, wie schon in den letzten Wochen, verlass war.
Erst nach gut einer Viertelstunde kam Windhagen besser ins Spiel, ohne aber kontrolliert das Spiel zu beherrschen. Mit dem ersten gelungenen Angriff dann in der 35. Minute doch die Führung für die Gäste. Ein weiter Ball auf Sven Fischer, der den Ball von der seitlichen Strafraumgrenze mustergültig nach Innen spielte, wo Basti Bösing abgeklärt aus kurzer Entfernung kein Problem hatte zu verwandeln. Mit dem aus Windhagener Sicht glücklichen Zwischenstand wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach der Halbzeit dann die schnelle Entscheidung. Bereits eine Minute nach Wiederanpfiff die schönste Kombination des Spiels, die Alex Rüddel nach mehrfachem Doppelpass von der Grundlinie mit einem präzisen Zuspiel auf den Offensivkollegen Marius Pfeiffer abschloss, der dann aus kurzer Entfernung neben den kurzen Pfosten zur 2 zu 0 Führung einköpfte. Nur wenig später bot sich Alex Rüddel die Chance die Führung auszubauen. Er verfehlte das Zuspiel aber nur knapp. In der 51. Minute hatte er dann mehr Glück. Ein Distanzschuss von Marius Pfeiffer konnte von der Asbacher Abwehr zunächst noch abgeblockt werden. Der Ball fiel dann Alex Rüddel vor die Füße, der sicher aus 7m Torentfernung zum 3 zu 0 einschoss. Spätestens ab diesem Zeitpunkt erlahmte die Gegenwehr der Asbacher merklich. Windhagen spielte überlegen, ohne jedoch gute Angriffsansätze überlegt und abgeklärt zu Ende zu spielen. Dennoch konnte sich der Windhagener Anhang über noch zwei weitere Treffer von "Goalgetter" Basti Bösing freuen,  der in der ersten Hälfte nur durch sein Tor aufgefallen war, in der zweiten Hälfte allerdings, wie bereits gegen Waldbreitbach, läuferisch wesentlich mehr investierte. Sein Treffer zum 4 zu 0 in der 75. Spielminute resultierte aus schöner Vorarbeit von dem kurz zuvor eingewechselten Julian Pfeiffer, die Basti Bösing ebenso souverän ein netzte wie sein Dribbling, vorbei an drei, nicht mehr mit aller Konsequenz verteidigenden Asbacher Gegenspieler. Der Asbacher Schlussmann hatte bei beiden Treffern keine Abwehrchance. Der Sieg geht zweifelsfrei in Ordnung, hatte aber aufgrund der Probleme in der Anfangsphase auch kein höheres Ergebnis, trotz noch vorhandener Möglichkeiten, verdient. Kompliment an den Gastgeber, der trotz der demoralisierenden Niederlagenserie lange gut gegen hielt und über die gesamten 90 Minuten ein faires sportliches Verhalten an den Tag legte.
Bleibt zu hoffen, dass sich der positive Trend  auch in den folgenden drei Heimspielen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf fortsetzt und es gelingt, sich von unten weiter abzusetzen und den Anschluss ans Mittelfeld zu finden. Kein Selbstläufer, muss doch nahezu jede Woche aufgrund von Verletzungen und beruflichen Abwesenheiten eine andere erste Elf aufgeboten werden.