SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

|15.08.2010|

So tristes wie der windige Freitagabend, war auch das Spiel zwischen Windhagen I und Leutesdorf.
SV Windhagen - SV Leutesdorf 0:2 (0:1)


Das Spiel im Stenogramm:

Schlechtes Spiel von beiden Seiten

4 vergebene Großchancen von Windhagen

1 wegen "angeblicher" Abseitsstellung nicht gegebener Treffer für Windhagen

und zwei Distanzschüsse, auch gleichzeitig die einzigen Schüsse aufs Windhagener Tor, bringen Sieg und drei Punkte für Leutesdorf

Windhagen war im ersten Spielabschnitt bemüht den Gegner zu Hause unter Druck zu setzen und die Erfolgsserie der letzten Wochen auch gegen Leutesdorf fortzusetzen. Viel böiger Wind, wenig Laufbereitschaft und eine hohe Zuspielungenauigkeiten ließen nur wenige Tormöglichkeiten zu, die dann auf Windhagener Seite auch noch fahrlässig vergeben wurden. Zweimal tauchte Christian Hoffmann alleine vor dem gegnerischen Schlussmann auf, ohne allerdings Kapital daraus schlagen zu können. Vielleicht fehlende Wettkampfpraxis und Sicherheit nach der mehrwöchigen Verletzungspause. Eine Torchance, die eigentlich keine war, nutzte der Gast aus Leutesdorf dann in der 30. Spielminute zur  glücklichen Führung. Ein Freistoß, außen an der Mauer vorbei, landete im unteren Tor eck. Es war und blieb
der einzige Torschuss in der ersten Halbzeit Richtung Windhagener Tor. Torhüter Michael v. d. Linden hatte sich bis dahin fast ausnahmslos durch Weiterleiten von Rückpässen am Spiel beteiligen können.
Der Treffer hatte bei den Einheimischen Wirkung gezeigt. Bis zum Pausenpfiff gelang nichts Nennenswertes, der Schiedsrichter hätte besser nach dem Führungstreffer der Gäste schon zur Halbzeit gebeten, dann wäre dem an diesem Abend sehr leidensfähigen Windhagener Anhang ein fünzehnminütiges Gewürge erspart geblieben. Nichts zusehen von der hohen Laufbereitschaft im Mittelfeld und den teilweise guten Kombinationen im Spielaufbau der letzten Wochen. Stattdessen keinerlei Einstellung zum Defensivverhalten im Mittelfeld und weitestgehend Spaziergänger im Offensivbereich.  Lediglich die drei zentralen Abwehrspieler hielten die gegnerische Offensive in Schach und waren um einen konsturktiven Spielaufbau bemüht, fanden aber im eigenen Umfeld selten gewillte Mitstreiter.
Die zweite Hälfte gestaltete der SVW durchweg überlegen und konnte sich jetzt auch gelegentlich auf den Außenbahnen durchsetzen. Zweimal die Möglichkeit zum Ausgleich, zweimal parierte der Gästeschlussmann glänzend und verhinderte den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich der Einheimischen. In dieser Drangperiode führte dann einer der wenigen Angriffe in der zweiten Halbzeit zum 2 zu 0 für die Gäste. Ein Zuspiel von Aussen schoss ein Leutesdorfer Spieler aus gut 20m in zentraler Position aufs Windhagener Tor. Vorbei an Freund und Feind landete der Ball, wie schon beim Führungstreffer, im linken unteren Tor eck, unmittelbar neben dem Posten. 
Der Anschlusstreffer durch Christian Hoffmann, nur wenig nach der ausgebauten Führung, fand allerdings wegen angeblicher Abseitsstellung beim ansonsten sicher leitenden Schiri keine Anerkennung. Ein Tor hätte zu diesem Zeitpunkt sicher noch einmal Kräfte für eine Aufholjagd freigemacht. So aber plätscherte die Partie so dahin, mit nur noch einer erwähnenswerten Großchance für den in der Endphase ungewohnt offensiven Björn Wolf, der aber in der 80. Minute auch an Schlussmann und Außenpfosten scheiterte.
Doppelt schade und bedauerlich, hätte man mit einem Sieg den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt und den Abstand nach unten deutlich vergrößern können.
So muss im ersten Spiel der Rückrunde, im Heimspiel gegen Güllesheim, eine deutlichere Leistungssteigerung her, um die angestrebte Wiedergutmachung der deutlichen 5 zu 1 Schlappe aus der Wasserschlacht des Hinspiels auszubügeln und den Tabellennachbarn wieder zu überflügeln.