SV Eintracht Windhagen
1921e.V.

 

|15.05.2011|

Boris Becker mit Doppelpack.

Sonntag 14.05.2011 14.30

SV Leutesdorf - SV Windhagen I  1:2 (1:1)

 

 

Nach dem Erfolgserlebnis unter der Woche im Heimspiel gegen Neuwied gelang es dem SV W I im Auswärtsspiel in Leutesdorf drei Punkte zu entführen. Das angestrebte Ziel Klassenerhalt sollte mit diesem Sieg erreicht worden sein.

Leutesdorf ergriff, wie nicht anders zu erwarten, von Beginn an die Initiative und setzte den Gast mächtig unter Druck. Eckbälle, Freistöße und Einwürfe in Verbindung mit dem böigen starken Wind im Rücken sowie der körperlichen Überlegenheit im Angriffszentrum brachten ein deutlich Übergewicht an Spielanteilen. Schon nach wenigen Minuten gelang es Windhagen über einen herrlich vorgetragenen Konter, eingeleitet durch Matthias Kühl mit zwei Doppelpässen und abschließend mit einer präzisen Flanke auf den mitgelaufenen Boris Becker, der aus 7 m Torentfernung per Direktabnahme verwandelte, in Führung zu gehen. Leutesdorf zeigte sich davon überhaupt nicht beeindruckt und machte mit der Windunterstützung über Flugbälle in das Sturmzentrum weiter Druck auf das Windhagener Tor. Den Gästen gelang es kaum mehr durch sichere Ballstafetten für Entlastung zu sorgen.

 

So kam es wie es kommen mußte, Leutesdorf schaffte noch vor der Halbzeit nach einem Eckball per Kopfball den Ausgleich. Keine Frage ein gerechtes Ergebnis, denn trotz optischer Überlegenheit musste Windhagens Schlussmann selten eingreifen, sein ganzes Können war auch noch nicht gefragt. Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit verlief noch ruhig und wesentlich ausgeglichener. Nach einem Foulspiel an Jan Kasimir, der in seinem Slalomlauf erst vom vierten Abwehrspieler 18 m vor dem Tor in zentraler Position nur gebremst werden konnte, nutzte Boris Becker mit seinem direkt verwandelten Freistoß zu erneuten Gästeführung. Wer glaubte Leutesdorf gäbe sich auf, sah sich getäuscht. Die Einheimischen verstärkten Ihre Bemühungen und die Gangart. Unterstützt durch eine Vielzahl merkwürdiger und nicht nachvollziehbarer Schiedsrichterentscheidungen. Zur rechten Zeit angemessen Farbe ins Spiel gebracht, dann hätte Leutesdorf wohl längere Zeit mit weniger Personal auskommen müssen. Foulspiele ohne Chance auf das Spielgerät und Trikot ziiiiiiiiiiehen auf dem Weg zum Tor blieben ohne jegliche Ahndung. Ganz zu schweigen vom dem brutalen Foul an der Seitenauslinie mit anschließendem Nachtreten. Nicht mal eine Verwarnung war die Folge.


Leutesdorf war weiter engagiert um den Ausgleich bemüht und Windhagen boten sich natürlich Gelegenheiten zum Kontern, teils in Überzahl, die aber allesamt entweder die Präzision im finalen Zuspiel vermissen ließen oder aber beim Abschlussversuch mehr oder weniger kläglich ausgelassen wurden. Schon Mitte der zweiten Halbzeit bot sich mehrfach die Gelegenheit den Sack zuzumachen. Leutesdorf steckte nie auf und kam vor allem in der Schlussphase, begünstigt durch eine Nachspielzeit von 6 Minuten, warum weiß der liebe Gott, noch zu der ein oder anderen Gelegenheit. Die Bälle gingen aber entweder am Tor oder dem ein schussbereiten Mitspieler vorbei oder waren die Beute von Windhagens Torhüter Eric Dornscheidt der erneut völlig unaufgeregt wirkend eine gute Leistung ablieferte.

 

Fazit: Leutesdorf wurde für all sein Mühen nicht belohnt, so erging es Windhagen im Hinspiel und die Gäste hätten mit etwas mehr Abgeklärtheit und Konterqualität früh für klare Verhältnisse sorgen können. So blieb es eine Partie, die nicht von der fußballerischen Qualität sondern von der Spannung, für alle Beteiligten eher Hochspannung, lebte.

Abschließend darf eins sicher nicht fehlen, der Dank an unsere Oldies, allen voran Boris Becker mit seinen entscheidenden Treffern. Allesamt sind dem Ruf ihres ehemaligen Trainers "Männi" Klein gefolgt und waren nicht nur dabei, sondern haben sich toll eingebracht. Fünf Tore in vier Spielen sprechen für sich. Durch ihre Erfahrung und verbale Unterstützung waren sie und sind sie, hoffentlich auch in den verbleibenden Spielen, eine große Hilfe für die jungen Kollegen. Auch die aufgrund dieser Maßnahme aus der Stammelf auf die Bank verbannten Spieler verdienen ein Kompliment. Keinerlei Neid, Missgunst oder Verärgerung waren zu spüren, sondern permanente Unterstützung und Engagement, auch im Trainingsbetrieb. Toll Jungs, ihr macht eurem scheidenden Trainer den Abschied nicht leicht.