
SV Windhagen mit perfektem Freitagabend – Dritte lebt im Abstiegskampf, Vierte gewinnt zuhause
Für den SV Windhagen war es ein Freitagabend, wie man ihn sich in der entscheidenden Phase einer Saison wünscht. Sowohl die dritte Mannschaft beim Auswärtsspiel in Neuwied als auch die vierte Mannschaft im Heimspiel gegen Feldkirchen konnten ihre Begegnungen gewinnen. Zwei Siege, wichtige Punkte und vor allem neue Hoffnung im Kampf um die Saisonziele sorgten für beste Stimmung im Lager des SVW.
Besonders groß war die Bedeutung des Erfolges der dritten Mannschaft, die sich beim VfL Neuwied II mit 7:3 durchsetzte. In einer Situation, in der der Abstieg vor nicht allzu langer Zeit kaum noch abzuwenden schien, hat sich das Team nun auf der Zielgeraden der Saison mit einem starken Auftritt in eine aussichtsreiche Position gebracht. Der direkte Klassenerhalt ist plötzlich wieder in Reichweite. Spätestens am kommenden Freitag gegen Engers kann die Mannschaft den entscheidenden Schritt schaffen und den sicheren Ligaverbleib aus eigener Kraft perfekt machen.
Der Start in Neuwied verlief dabei bereits vielversprechend. Im ersten Doppel zeigten Max Groth und Christian Lutter starke Nerven und gewannen gegen Fathi/Grundl in drei denkbar engen Sätzen mit 12:10, 12:10 und 12:10. Gerade in einem so wichtigen Spiel war das ein echtes Ausrufezeichen. Umso bitterer war allerdings, dass das zweite Doppel verloren ging. Thomas Flink und Julia Schuh mussten sich gegen Nass/Wall mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. Nach zwei verlorenen Durchgängen kämpfte sich das Windhagener Duo zwar noch einmal heran, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen.
In den Einzeln war dann vor allem auf Max Groth Verlass. Er präsentierte sich in bestechender Form und blieb an diesem Abend ungeschlagen. Gegen Rainer Nass dominierte er deutlich mit 11:4, 11:3 und 11:3, und auch im zweiten Einzel gegen Asghar Fathi ließ er beim 11:6, 11:7 und 11:8 nichts anbrennen. Zwei klare Siege, zwei ganz wichtige Punkte — Groth war damit einer der überragenden Spieler des Abends.

Einen starken Auftritt zeigte auch Julia Schuh, die gegen Asghar Fathi eines der spannendsten Spiele der gesamten Begegnung gewann. Nach einer 2:0-Satzführung wurde es noch einmal eng, doch im Entscheidungssatz behielt sie mit 11:9 die Nerven. Das war ein Schlüsselspiel, weil Windhagen damit in einer kritischen Phase den Abstand wahren konnte. Glücklich verlief für sie das zweite Einzel gegen Rainer Nass. Auch hier ging es über die volle Distanz, auch diesmal musste sie sich nach großem Kampf 11:9 gratulieren lassen. Gerade diese beiden Fünfsatzspiele zeigen, wie eng die Begegnung in vielen Momenten tatsächlich war.
Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Christian Lutter, der gegen Tim Grundl nach Satzrückstand noch stark zurückkam und am Ende mit 3:1 Sätzen gewann. Das war nicht nur spielerisch stark, sondern auch mental wichtig. In seinem zweiten Einzel gegen Otto Wall brauchte er wieder nur in 4 Sätze .
Nicht den besten Abend erwischte dagegen Thomas Flink in seinen Einzeln. Sowohl gegen Otto Wall als auch gegen Tim Grundl blieb er ohne Erfolg. Gerade die Niederlage gegen Grundl war deutlich und zeigt, dass es trotz des starken Mannschaftserfolgs auch Partien gab, in denen Windhagen nicht richtig Zugriff bekam. Umso mehr spricht für die Geschlossenheit der Mannschaft, dass diese Rückschläge insgesamt hervorragend aufgefangen wurden.
Mit diesem 7:3-Erfolg hat sich die dritte Mannschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Aus einer fast aussichtslos wirkenden Lage ist wieder eine echte Chance geworden. Das Team hat sich in die Zielgerade der Saison zurückgekämpft — und nun winkt gegen Engers die Möglichkeit, den direkten Klassenerhalt endgültig festzumachen.
Auch die vierte Mannschaft machte ihre Aufgabe hervorragend und setzte sich zuhause gegen TV Feldkirchen I mit 6:4 durch. Dabei war schnell zu erkennen, dass die Gastgeber den Abend erfolgreich gestalten wollten, denn beide Doppel gingen an Windhagen.
Im ersten Doppel gewannen Jens Ackermann und Hans-Josef Eichen gegen Ehrentraut/Kochem in fünf Sätzen. Nach starkem Beginn wurde es zwischenzeitlich noch einmal eng, doch am Ende setzte sich das Windhagener Duo durch und holte den ersten wichtigen Punkt. Noch dramatischer verlief das zweite Doppel: Jürgen Seifert und Torsten Radtke behielten gegen Bertram/Achterberg im Entscheidungssatz mit 12:10 die Oberhand. Das war ein Nervenkrimi gleich zu Beginn — und ein ganz wichtiger Baustein für den späteren Heimsieg.
In den Einzeln ragte vor allem Hans-Josef Eichen heraus. Er gewann beide Partien und war damit der überragende Akteur auf Windhagener Seite. Gegen Manuel Ehrentraut musste er nach verlorenem ersten Satz zunächst einem Rückstand hinterherlaufen, steigerte sich dann aber deutlich und gewann noch mit 3:1 Sätzen. Auch gegen Jörg Bertram blieb er siegreich und holte mit einem souveränen 3:1 den nächsten Punkt. Eichen war damit der sichere Rückhalt seiner Mannschaft.
Ebenfalls stark präsentierte sich Jürgen Seifert. Gegen Niklas Kochem setzte er sich mit 3:1 Sätzen durch und zeigte dabei nach verlorenem ersten Satz eine starke Reaktion. Noch bemerkenswerter war sein zweites Einzel gegen Ralf Achterberg, in dem er nach wechselhaftem Verlauf erneut die Nerven behielt und sich im fünften Satz mit 12:10 durchsetzte. Gerade dieser Erfolg war sinnbildlich für den gesamten Abend der Vierten: kämpferisch, stabil und in den entscheidenden Momenten voll da.
Weniger erfolgreich verlief der Abend für Jens Ackermann, der in beiden Einzeln ohne Satzgewinn blieb. Sowohl gegen Jörg Bertram als auch gegen Manuel Ehrentraut fand er nicht ins Spiel. Auch Torsten Radtke konnte in seinen Einzeln nicht punkten. Zwar gewann er gegen Ralf Achterberg den ersten Satz, musste sich danach aber noch mit 1:3 geschlagen geben. Gegen Niklas Kochem war er ebenfalls chancenlos. Das war die negative Seite des Abends — doch durch die starke Ausbeute der anderen Spieler fiel das letztlich nicht entscheidend ins Gewicht.
So stand am Ende ein verdienter 6:4-Heimsieg für die vierte Mannschaft, die damit den starken Windhagener Freitagabend komplett machte.
Nun richtet sich der Blick auf den morgigen Spieltag der ersten Mannschaft. Im Duell gegen Engers geht es darum, die Tabellenführung weiter zu behaupten und im Titelrennen keinen Boden preiszugeben.
Und schon jetzt darf kräftig die Werbetrommel gerührt werden für das letzte Heimspiel der Saison:
Am 25. April um 18 Uhr empfängt der SV Windhagen Ockenfels. Dieses Spiel ist der Startschuss zum Spiel des Jahres — und der Verein hofft auf eine volle Halle und zahlreiche Zuschauer, die die Mannschaft in diesem besonderen Heimspiel lautstark unterstützen.
